Diese Frage höre ich gerade öfter von meinen Kunden. Die kurze Antwort: früher, als die meisten denken. Die etwas längere Antwort kommt hier.
Erst mal: Azubi-Content ist kein Saisongeschäft
Bevor wir über Werbebudget sprechen, möchte ich eins klarstellen: Es ist wichtig, dauerhaft Inhalte für zukünftige Auszubildende zu erstellen. Wer erst damit anfängt, wenn dringend Azubis gesucht werden, ist oft schon zu spät dran.
Dein Unternehmen sollte das ganze Jahr über zeigen, warum es eine gute Wahl für eine Ausbildung ist. Wie sieht ein Tag in der Ausbildung aus? Wer sind die Menschen im Team? Was lernt man und wie geht es danach weiter? Solche Einblicke schaffen Vertrauen, und zwar nicht nur bei den Jugendlichen, sondern auch bei ihren Eltern, die bei der Entscheidung oft mitreden.
Wann sollte Werbebudget fließen?
Für bezahlte Kampagnen gilt: im Herbst starten. Das ist ein guter Zeitpunkt, um früh auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen, bevor die meisten Bewerbungen geschrieben werden.
Der Herbst hat noch einen Vorteil: Du kannst testen. Welche Anzeige, welches Motiv und welcher Text funktionieren am besten? Die Gewinner baust du aus, sodass du ab dem Winter mit deinen stärksten Anzeigen durchstarten kannst, statt in der wichtigsten Phase noch zu experimentieren.
Nicht jeder Ausbildungsberuf tickt gleich
Das ist von Beruf zu Beruf unterschiedlich. Tendenziell bewerben sich Jugendliche für kaufmännische Ausbildungen früher als für gewerbliche Ausbildungsberufe. Wenn du beide Bereiche besetzen möchtest, plane die Kampagnen am besten zeitversetzt.
Mein Zeitplan für eine Azubi-Kampagne
- Sommer: Kampagne und Motive planen
- Herbst: Inhalte erstellen und erste Anzeigen testen
- Winter: Kampagne auf die besten Motive optimieren
- Ab Jahresbeginn: laufend optimieren und anpassen, bis die Plätze besetzt sind
Ein wichtiger Punkt dabei: Die Inhalte für die Kampagne entstehen am besten mit deinen Azubis. Niemand kann besser zeigen, wie die Ausbildung bei dir aussieht.
Mein Fazit
Die beste Azubi-Kampagne beginnt, bevor du sie brauchst. Wer im Sommer plant und im Herbst testet, hat im Winter einen klaren Vorsprung gegenüber den Unternehmen, die erst im Frühjahr merken, dass ihre Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben.
